Wann ist Strom heute billig?

Strom kostet nicht den ganzen Tag gleich viel. Diese Seite zeigt, wann er heute günstig ist und wann teuer — Stand 03.08.2026, 23:34 Uhr.

Heute

Für diesen Tag liegen 2 von 24 Stunden vor, ab 22 Uhr. Vorher wurde hier noch nicht gesammelt — die fehlenden Stunden lassen sich nicht nachtragen, weil sie nirgends mehr abrufbar sind.

Am billigsten ist Strom nachts um 23 Uhr — da kostet eine Kilowattstunde 15,71 Cent.
Am teuersten nachts um 22 Uhr mit 17,44 Cent.

05101522 Uhr: 17,44 Cent23 Uhr: 15,71 CentUhrzeit

billigste Stunde dazwischen teuerste Stunde Je höher der Balken, desto teurer die Stunde. Zahlen links: Cent pro Kilowattstunde.

Ein Waschgang braucht ungefähr eine Kilowattstunde. Um 23 Uhr kostet er also rund 15,7 Cent, um 22 Uhr dagegen 17,4 Cent — ein Unterschied von 1,7 Cent für dieselbe Wäsche.

Morgen

Für diesen Tag liegen 23 von 24 Stunden vor, bis 22 Uhr. Die restlichen Stunden hat die Börse noch nicht veröffentlicht; sie erscheinen meist im Lauf des Nachmittags.

Am billigsten ist Strom mittags um 13 Uhr — da kostet eine Kilowattstunde 7,65 Cent.
Am teuersten abends um 20 Uhr mit 24,00 Cent.

051015200 Uhr: 15,40 Cent01 Uhr: 14,47 Cent2 Uhr: 13,90 Cent3 Uhr: 13,71 Cent34 Uhr: 14,32 Cent5 Uhr: 15,70 Cent6 Uhr: 17,09 Cent67 Uhr: 16,93 Cent8 Uhr: 16,15 Cent9 Uhr: 14,65 Cent910 Uhr: 12,45 Cent11 Uhr: 10,37 Cent12 Uhr: 8,73 Cent1213 Uhr: 7,65 Cent14 Uhr: 8,41 Cent15 Uhr: 10,95 Cent1516 Uhr: 12,74 Cent17 Uhr: 15,50 Cent18 Uhr: 17,55 Cent1819 Uhr: 22,80 Cent20 Uhr: 24,00 Cent21 Uhr: 21,20 Cent2122 Uhr: 18,51 CentUhrzeit

billigste Stunde dazwischen teuerste Stunde Je höher der Balken, desto teurer die Stunde. Zahlen links: Cent pro Kilowattstunde.

Ein Waschgang braucht ungefähr eine Kilowattstunde. Um 13 Uhr kostet er also rund 7,6 Cent, um 20 Uhr dagegen 24,0 Cent — ein Unterschied von 16,4 Cent für dieselbe Wäsche.

Woher kommt der Strom gerade?

Von 100 Kilowattstunden, die gerade in Deutschland erzeugt werden, kommen 57 aus Wind, Sonne, Wasser und Biomasse — genau 56,8 Prozent. Der Rest stammt aus Kohle und Gas.

Das ist der Grund für die Preise weiter oben. Wind und Sonne kosten im Betrieb fast nichts — niemand muss Brennstoff dafür kaufen. Je mehr davon gerade da ist, desto weniger teure Gaskraftwerke werden gebraucht und desto billiger wird die Kilowattstunde an der Börse.

Gemessen am 03.08.2026, 22:00 Uhr, insgesamt 46,4 Gigawatt. Pumpspeicher-Kraftwerke lieferten zusätzlich 5065 Megawatt; sie zählen hier bewusst nicht mit, weil sie keinen Strom erzeugen, sondern vorher erzeugten nur zwischenspeichern — sonst würde dieselbe Kilowattstunde zweimal gezählt. Quelle: SMARD, Bundesnetzagentur.

Warum ist Strom mal billig und mal teuer?

Weil es darauf ankommt, woher er kommt. Das ist keine Vermutung — es lässt sich nachrechnen. Hier sind 1198 Stunden danach sortiert, wie viel Wind und Sonne gerade im Netz waren:

20 bis 40 %17,97 ct
40 bis 60 %15,86 ct
60 bis 80 %11,66 ct
80 bis 100 %3,11 ct

Links steht, wie viel Wind, Sonne, Wasser und Biomasse in diesen Stunden im Netz waren. Der Balken und die Zahl rechts zeigen, was die Kilowattstunde in genau diesen Stunden an der Börse im Mittel gekostet hat — je länger der Balken, desto teurer.

In 98 dieser Stunden war der Preis sogar unter null — da bekam man Geld dafür, Strom abzunehmen. In genau diesen Stunden lag der Anteil aus Wind und Sonne im Mittel bei 90,0 Prozent, gegenüber 64,3 Prozent sonst.

Je mehr Wind und Sonne, desto billiger — der Zusammenhang ist mit einem Wert von -0,77 deutlich (bei −1 wäre er vollkommen, bei 0 gäbe es keinen). Im Schnitt sinkt der Preis um 2,9 Cent, wenn der Anteil um zehn Prozentpunkte steigt. Ein Vorbehalt gehört dazu: mittags scheint die Sonne, und mittags wird auch viel Strom gebraucht — beides bewegt sich zusammen, ein solcher Vergleich allein beweist deshalb keine Ursache. Der Grund dahinter ist aber seit langem bekannt: Kraftwerke kommen in der Reihenfolge ihrer Brennstoffkosten zum Zug, und Wind und Sonne stehen ganz vorn, weil sie keinen Brennstoff brauchen.
Grundlage: 1198 Stunden vom 14.06.2026 bis 02.08.2026, Preis und Erzeugung beide von SMARD, Bundesnetzagentur. Neu berechnet einmal in der Woche.

Was zahlst du wirklich?

Ein Haushalt in Deutschland zahlte im zweiten Halbjahr 2025 im Schnitt 38,69 Cent für eine Kilowattstunde — also deutlich mehr als das, was oben an der Börse steht.

Zum Vergleich: der Börsenpreis, den diese Seite misst, lag in den 8 Wochen bis zum 02.08.2026 im Mittel bei 11,26 Cent. Allein die Steuern und Abgaben waren mit 12,44 Cent also mehr als der gesamte Börsenpreis. Die beiden Zahlen stammen aus verschiedenen Zeiträumen — die Haushaltszahl erscheint nur zweimal im Jahr und ist entsprechend älter.

Zahlen für einen Haushalt mit 2500 bis 4999 Kilowattstunden im Jahr — der übliche Mehrpersonenhaushalt. Quelle: Eurostat, Reihe nrg_pc_204, ohne Zugangsschlüssel abgerufen. Die Reihe erscheint halbjährlich; die jüngsten veröffentlichten Zahlen stammen aus dem zweiten Halbjahr 2025.

Die letzten Tage

Tagbilligste StundeDurchschnittteuerste Stunde
04.08.20267,6514,9224,00

Alle Angaben in Cent pro Kilowattstunde.

Häufige Fragen

Zahle ich diese Preise?

Sehr wahrscheinlich nicht. Was hier steht, ist der Preis an der Strombörse — also das, was Händler untereinander zahlen. Auf deiner Stromrechnung kommen noch Netzgebühren, Steuern und Abgaben dazu, meist mehr als der Börsenpreis selbst. Und wenn du einen ganz normalen Tarif mit festem Preis hast, ändert sich für dich überhaupt nichts, egal was die Börse macht.

Für wen ist das dann interessant?

Für alle mit einem dynamischen Stromtarif. Bei so einem Tarif ändert sich dein Preis stündlich und folgt genau diesen Zahlen. Dann lohnt es sich, Wäsche, Spülmaschine oder das Laden eines Autos in die billigen Stunden zu legen. Und interessant ist es auch einfach so — man sieht, wie stark der Strompreis im Tagesverlauf schwankt.

Warum ist Strom mal billig und mal teuer?

Weil Angebot und Nachfrage sich ständig ändern. Wenn viel Wind weht und die Sonne scheint, gibt es viel Strom — der Preis fällt. Wenn abends alle gleichzeitig kochen und fernsehen, wird es knapp — der Preis steigt.

Was ist eine Kilowattstunde?

Die Einheit, in der Strom verkauft wird. Ein Waschgang braucht ungefähr eine Kilowattstunde, eine Stunde Fernsehen deutlich weniger, ein Elektroauto zum Volladen etwa 50 bis 80.

Wie genau sind diese Alltagsangaben?

Grob. Ein Waschgang liegt je nach Programm und Temperatur zwischen etwa einer halben und anderthalb Kilowattstunden — im Sparprogramm bei 30 Grad deutlich weniger als bei 60. Hier wird durchgehend mit einer Kilowattstunde gerechnet, damit man die Zahl im Kopf umrechnen kann. Bei Elektroautos gilt dasselbe: kleine Stadtwagen fassen um die 30 Kilowattstunden, große Limousinen über 100. Die Börsenpreise weiter oben sind dagegen exakt so gemeldet, wie sie hier stehen — nur die Beispiele drumherum sind gerundet.

Kann der Preis wirklich unter null fallen?

Ja, das kommt vor. Wenn viel mehr Strom erzeugt wird, als gerade gebraucht wird, kostet es Geld, ihn loszuwerden — dann ist der Preis negativ. Solche Stunden sind hier violett dargestellt und werden nicht versteckt.

Woher kommen die Zahlen?

Von der offen zugänglichen Marktdaten-Schnittstelle von aWATTar, ohne Zugangsschlüssel abgerufen. Dort stehen immer nur heute und morgen — was gestern war, ist weg. Deshalb werden die Werte hier gesammelt und aufgehoben: bisher 25 Stunden seit 03.08.2026. Es wird nichts geglättet, gerundet oder schöngerechnet.

Und woher kommen die Zahlen zur Erzeugung?

Von SMARD, der Datenplattform der Bundesnetzagentur — also von der Behörde selbst, ebenfalls ohne Zugangsschlüssel. Dort stehen auch die Börsenpreise, und zwar bis 2018 zurück. Beide Quellen wurden gegeneinander geprüft: für dieselbe Stunde nennen sie denselben Preis auf den Cent genau.